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09.10.2010

Der Katapultstart

Bericht von Günter Schwering und Ulli Flühs zum Bau einer Katapultstartvorrichtung.

1. Anbringen eines innenliegenden herausziehbaren Hochstarthakens für den Katapultstart mit Hochstartgummi:

1:Hochstarthaken bauen 2:Hochstarthaken bauen 3:Hochstarthaken bauen
4:Hochstarthaken bauen 5:Hochstarthaken bauen 6:Hochstarthaken bauen

Es sieht nicht immer gut aus, bei einem originalgetreuen Modell einen Hochstarthaken für den Katapultstart unter dem Rumpf hervorschauen zu lassen. Im vorderenTeil des Rumpfes wird auf der Innenseite ein Hartholzklotz eingepasst und mit Epoxi eingeklebt (Foto 2). Ein langsam aushärtender Kleber ist von Vorteil. Damit der Segler beim Katapultstart nicht steil nach oben wegsteigt, sollte der Klotz weit nach vorn eingeharzt werden. Ein Strömungsabriss mit seitlichem Ausbrechen wird dadurch verhindert. Nach dem Aushärten wird mit der Bohrmaschine eine Bohrung durch den Boden, im Winkel von etwa 45 Grad nach hinten gehend, in den Hartholzklotz gesetzt. Vorbohren ist zur Korrektur von Vorteil (Foto 3). Nach dem Einpassen des Rohres kann nun das Messing- oder Alurohr eingeharzt werden. Das einzuschiebende Rohrende mit einem Pfropfen verschlossen, damit kein Harz in das Rohr einlaufen kann. Auf der Innenseite des Flugzeugs verschließen wir die Bohrung mit einem Tesafilmstreifen, damit das Harz nicht austreten kann. Nach dem Aushärten kann man das Rohr noch etwas der Rumpfkontur mit einer Feile anpassen (Foto 4). Nun testen wir unsere Auslösevorrichtung: Mit einem Bohrer wird zur Sicherheit noch einmal durch das eingeharzte Rohr gefahren, um evtl. eingetretene Klebereste heraus zu bekommen. Der Ringstift muss locker in der Bohrung sitzen um beim Katapultstart gut herausfallen zu können. Foto 6 zeigt die Neigung nach hinten. Als letzte Sicherheit kann ja immer noch das Gummi aus dem Sicherheitsabspannstab herausfliegen.

2. Folgende Teile werden für den Katapultstart benötigt:

Fußauslöser mit 2 Abspannstäben, Sicherheitserdanker, Gummihammer, Flächenhalter, Katapultgummi, ca. 12 Meter Reepschnur (Baumarkt), 200 Gramm Gewicht (Angelsportgeschäft), kleiner F3B-Fallschirm, Schäkel und Karabinerhaken.

GesamtzubehörAuslöser

In der Grafik ist das Gummi mit der befestigten Reepschnur, sowie der eingeknüpfte Teil zum Modell mit dem Stahlstift dargestellt.

Skizze

BodenankerSchirm
Sicherheitserdanker im Boden mit eingehängtem Gummi, Ring - F3B-Fallschirm und 200 Gramm Gewicht

FußauslöserGespannte Seile
Fußauslöser mit eingehängtem und gespanntem Gummi, Stahlstift bereit zum Einstecken ins Modell

Eingeklinktes ModellStartklar
Modell eingehängt, mit Flächenhalter ausgerichtet und startklar.

Für die Fußauslösevorrichtung habe ich mir einen kleinen Keil angepasst. Es könnte ja vorkommen, daß jemand versehentlich auf den Auslöser bei gespanntem Gummi und angehängtem Flugzeug tritt.
Rudercheck vor dem Start, Motorakku angeschlossen?, Fußauslöser auslösen und rauf gehts. Bei entsprechendem Gummizug geht bei mir der Flieger bis in eine Höhe von ca. 8 Meter über Grund, warten bis der Stift aus dem Modell ist, erst dann Motor einschalten und dann Höhe machen.
Nach Auslösen des Fußauslösers wird durch das kleine Bleigewicht das Seil hinter dem Flugzeug immer zum Boden gezogen. Es kann sich daher nicht um das Modell schlingen. Auf diese Weise wurden schon hunderte Male Segelflugmodelle, auch Großsegler, ohne Probleme in die Luft katapultiert. Einem entspannten Thermikflug steht jetzt nichts mehr entgegen.

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