Virtual Aero in Ahaus

Action und Spaß beim virtuellen Fliegen

MiG an der Decke des ParkplatzhangarsIn Ahaus gibt es das Virtual Aero, einen Kampfflugsimulator, in dem bis zu 8 Piloten Einsätze mit 360° Überschlägen fliegen können. Mit ein paar Jugendlichen, die für ihre vergangenen Einsätze noch was gut hatten, planten wir daher einen Ausflug, um das mal zu testen.

Nach der recht kurzen Anfahrt fanden wir nach etwas Suchen auch den Parkplatz. Es war ein Hangar, der wie eine Rollbahn aufgemacht war und in dem an der Decke eine echte MiG hing. Beeindruckend.

Von außen wie eine Air-BaseAuch der Außenbereich ist ganz auf das Thema abgestimmt. Ein Tower, Zuwege wie Rollbahnen ausgestattet, Lautsprecherdurchsagen wie auf einem echten Flughafen und überall Lichteffekte ließen die Erwartungen weiter steigen. Am Checkin dann ein uniformierter Posten, der einen nur mit gültiger Fluglizenz (Chipkarte zum bargeldlosen Bezahlen und zur Identifikation) durchließ. Schnell ließen wir uns auch 6 Karten ausstellen. Auch im Eingangsbereich hängen Flugzeug- und Ausrüstungsteile.

Die Piloten im Flyer's ClubIm Gebäude dann betritt man zunächst den Flyer's Club. Dort kann man Missionen buchen, Erinnerungsfotos bestellen, auf seinen Einsatz warten oder einen gelungenen Einsatz feiern. Wir hatten noch eine halbe Stunde Zeit und stärkten uns erstmal nicht-alkoholisch. An den Wänden hängen Flachbildschirme, auf denen historische Aufnahmen von Flugzeugen aus den Anfangstagen der Fliegerei oder auch Computeranimationen aktueller Simulationen gezeigt wurden.

Das Heck einer MiG mitten im ClubAuch im Flyer's Club wird sich streng an das Thema gehalten. Mitten im Raum steht das Heck einer MiG, dessen Düsenöffnung manchmal auch Rauch und Lichteffekte von sich gibt. Die Leitwerksflossen werden als Tische benutzt. Die Bedienung ist auch uniformiert und ist gewillt, jeden Wunsch der bald zum Einsatz aufbrechenden Piloten zu erfüllen. Aus dem Nachbargang tönt auch schon häufig das Geräusch startender Maschinen. Die Spannung kann kaum größer sein.

AnzeigetafelAuf der Anzeigetafel wird immer angegeben, welche Missionen, wann starten, ob diese schon ausgebucht sind, was geflogen wird und wer daran teilnimmt.

Die Kosten sind gut überschaubar. Man fliegt immer zu zweit in einem Simulator, wobei man jederzeit die Kontrolle zwischen den beiden Piloten hin- und herschalten kann. Pro Simulator kostet eine Mission 5€, d.h. fliegt man zu zweit zahlt jeder 2,50€. Eine Mission dauert üblicherweise ca. 30 Minuten, wobei davon 8 Minuten echte Flugzeit sind. Es gibt aber auch Traningsmissionen mit 10 Minuten Flugzeit für den gleichen Preis. Allerdings muß man dann auf eine Wertung für die Ranking-Liste verzichten. Nun ja, die ersten Flüge sollten sicherlich zum Training sein.

BriefingEndlich ist die Warte-Zeit um und die Tür zum Briefing-raum öffnet sich automatisch. Im Briefing wird dann neben der Bedienung der Steuerelemente im Cockpit auch das Ziel der aktuellen Mission erklärt. Dazu gibt es einen Flight-Instructor, der das ganze militärisch zackig übernimmt. Leider müssen wir an der Stelle auch alle losen Gegenstände abgeben, die sonst durchs Cockpit segeln würden und ich mußte meine Kamera abgeben.

dunkle ZuwegeNach dem Briefing ging es endlich zu den Maschinen. Das ganze über dunkle Zuwege, die mit Rauch- und Lichteffekten und vibrierenden Böden aufwarteten. Schnell in der Maschinen festgeschnallt und los ging es.

Tja, was soll ich schreiben. Das Fliegen ist einfach super. Je nach Temperament des Piloten wurde erst mal vorsichtig gekurvt oder gleich Rollen geflogen. Das Cockpit dreht sich durch die Auhängung sowohl um Längs- als auch Querachse um 360°! D.h. bei einem Rückenflug hängt man auch mit dem Kopf nach unten und wird dabei auch noch für ein Erinnerungsfoto fotografiert.

Fairerweise muß man sagen, daß wir uns erstmal an die Steuerung gewöhnen mußten und uns daher nicht so auf das eigentliche Ziel, die Bekämpfung der Bodentruppen, konzentriert haben. Das muß man sicherlich erstmal üben, bis man das richtig beherrscht. Nur Lino flog wie ein alter Hase eine Rolle nach der anderen, schoß 4 Flugzeuge ab und ging eiskalt beim Angriff auf ein Bodenziel knapp über dem Boden in den Rückenflug über.

Die 10 Minuten vergingen im wahrsten Sinne des Wortes wie im Fluge. Nach dem Aussteigen folgt dann das Debriefing, bei der dann anhand der Flugvideos die Ergebnisse der Mission durchgesprochen werden.

Einhellige Meinung: Das müssen wir unbedingt wiederholen.

Beitrag von Markus Soick