Ein Video von 2007:
In der Nacht zum 01. September 2006 haben wir uns mit unserem gesamten Fliegerbestand, das Auto war bis unters Dach voll und den Rest haben wir in der Dachbox verstaut, zur Gerlitzen aufgemacht und standen dann zunächst einmal am frühen Morgen bei strahlendem Sonnenschein ca. 25 km vor dem Tauerntunnel im Stau. Blockabfertigung für 3 Stunden hieß es im Verkehrsfunk und so entschieden wir den zwar etwas weiteren, aber viel schöneren Weg über die Tauern, die Turracher Höhe sowie die Nockberge zu nehmen.
Mittags kamen wir dann im Hotel Bergeralm, in dem alle Modellflieger während dieser Veranstaltung absteigen, an. Das Hotel mit seinem Almhüttendorf liegt auf ca. 1700m am Süd-Ost Hang der Gerlitzen Alpe und ist bequem über unzählige Serpentinen auf einer Straße zu erreichen. Kurz einchecken, Koffer aufs Zimmer packen und ab ins Auto um wieder herunter ins Tal und im Uhrzeigersinn um die Gerlitzen herum bis zum Dorf Treffen zu fahren von wo aus dann die Auffahrt zum Pacheiner beginnt. Der Pacheiner liegt auf der gegenüberliegenden Seite vom Hotel nahezu am höchsten Punkt der Gerlitzen und ist unmittelbar am Startgelände gelegen. Je nach Windrichtung kann der Start natürlich auch von jedem anderen Punkt und in jede erdenkliche Himmelsrichtung erfolgen – in unserem Fall sollte sich aber herausstellen dass der Wind die ganze Woche über aus der gleichen Richtung kam. Mir, als Alpenfrischling, kam das sehr gelegen denn der Hang ist flach, weiträumig und relativ eben – das nimmt einem die Angst.
Glücklich und voller Freude angekommen machten wir am gleichen Tag noch einige Starts und genossen das Traumwetter sowie das 360° Alpenpanorama bei einem leckeren Bier um gegen Abend, den Gipfel querend, zu Fuß (ca. 30 Min.) zum Hotel zurückzukehren. Das ist durchaus üblich, denn die Modell-Piloten dürfen ihr Fahrzeug beim Pacheiner während der Flugwoche stehen lassen. Man spart sich dadurch das tägliche „Umherfahren“, denn immerhin dauert jeder Weg um die Gerlitzen herum mindestens eine Stunde und das Schleppen der Modelle zum Fluggelände entfällt auch – die bleiben einfach im Auto oder werden im Modellbauraum beim Pacheiner kostenfrei untergestellt. Geniale Bedingungen halt.
Wer von dieser Variante dennoch keinen Gebrauch machen will, der nimmt halt sein Auto und seine Modelle mit zum Hotel. Die Hotelleitung stellt während der Flugwoche allen Modellflug-Gästen den Bergeralm-Lift zur Verfügung mit dem morgens und nachmittags für jeweils ca. eine Stunde die Modelle mit den Piloten kostenlos transportiert werden. Ein toller Service aber wie gesagt – die meisten Piloten entscheiden sich für die erstgenannte Variante.
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Beitrag von Thomas Sagurna